Samstag, 28. September 2013

1 Woche Ghana

Bin inzwischen in meinem Projekt angekommen. Andreas, Janin und ich leben hier praktisch mitten im „Busch“. Dafür ist es aber richtig richtig schön. Allein die Aussicht.

Andreas & Janin am Tag unserer Ankunft

Das Gelaende von Basco

Im Vergleich zu den anderen sind wir Obrunis (Weiße) richtig luxeriös untergebracht.
Bis zum nächsten Dorf läuft man 40 Minuten. Geht auch mit dem Taxi – ist aber auf die Dauer wahrscheinlich zu teuer. Dann kann man mit dem Trotro oder dem Taxi nach Koforidua fahren. Noch eine halbe Stunde.


Der Weg zur Hauptstrase

Ja und unterwegs sieht man eben auch mal ein paar pinke Kueken :) Haha

Aber das einzige, was richtig nervig ist, sind die kaum sichtbaren Fliegen, die hier ab 16 Uhr auf Achse sind (nur in Basco), um einen rot zu punkten. Nach kurzer Zeit fangen die Stiche auch an zu jucken. Sie seien aber anscheinend harmlos.

Es hat sich herausgestellt, dass wir Freiwilligen auch die Aufgabe übernehmen sollen, „creative arts“ zu unterrichten. Ich habe mich dafür bereit erklärt und Janin hilft mir dabei. Einen Lehrplan habe ich nicht. Da muss ich kreativ werden. Deshalb heißt das Fach wohl auch so :D
Noch ist es sehr anstrengend, die Kinder ruhig zu halten. Trotzdem sind sie supersüß :-)

Blaetter diese Art habe ich nach meinem ersten Unterricht 20x eingesammelt
Abena ist mein ghanaischer Name

Ein Wettrennen auf der Terrasse von unserem Haus

Nebenbei bin ich auch für die Bibliothek zuständig. Da habe ich noch einiges zu tun. Wir haben zwar jede Menge Bücher, aber überhaupt keine Übersicht mehr. Außerdem haben wir gerade mal einen Stuhl in diesem Raum – was sich meiner Meinung nach unbedingt ändern muss.

Die Bibliothek

Liebe Gruese!

Sonntag, 22. September 2013

Erste Eindrücke

Eine neue Version von diesem Post:

Die Wueste von oben :)

Einen Internetstick habe ich. Leicht wurde es deshalb trotzdem nicht. Bis eine Seite geladen ist, kann einige Zeit verstreichen. Da wird man als verwöhnte Deutsche natürlich ungeduldig und bricht den Versuch oft ab. Mal sehen, ob ich in Internetcafés mehr Glück habe.
Aber jetzt erstmal: Liebe Grüße aus Accra, der Hauptstadt von Ghana. Hier bei der Partnerorganisation ARA bleiben wir 42 Freiwillige bis Montag, um ein paar Tipps für das kommende Jahr zu sammeln:
Wie sollten wir uns möglichst nicht verhalten?
Was haben wir überhaupt so auf den Straßen von Ghana zu beachten?
Wie verhalten wir uns in Konfliktsituationen?
(...)
Es gibt auch ein paar kleine Unterrichtsstunden für Twi, der Sprache, die neben Englisch in Ghana gesprochen wird.

Die Aussicht von unserem Hotel in Accra


Eine Polizeistation in der Naehe
Ich fühle mich sehr wohl hier. An die etwas feuchtere Luft – zumindest hier beim Meer – habe ich mich schnell gewöhnt.
Accras Straßen sind sehr spannend (noch :D). Überall wuselt es. Die Autofahrer müssen gut aufpassen, da dauernd jemand über die Straße rennt. Entsprechend wird natürlich dauernd gehupt. Überall kleine Stände, an denen man etwas kaufen kann: Früchte, Autoräder, Möbel, Ersatzteile, Klamotten, Töpfe … Alles!
Und vor allem: An jeder Ampel laufen immer wieder Frauen und Männer mit Waren auf den Köpfen zwischen den Autos hindurch um spontane Käufer zu locken. Umgerechnet kann man da für getrocknete Bananen beispielsweise (höchstens) 50 Cent bezahlen.
Die verrücktesten Sachen, die ich die Leute zum Verkaufen herumtragen gesehen habe: Klopapier, Schaumstoffe, Hähnchen, Bettlaken, ..
Mit Taxis oder sogenannten Trotros (kleine Busse) kann man ziemlich billig von A nach B kommen.


Der Tro, in dem wir durch Accra getuckert sind


Ein Blick in die Strasen von Accra
Morgens hat es ziemlich stark geregnet. Da war die halbe Strase ueberschwemmt. Aber da laufen und fahren die natuerlich trotzdem durch.

Hier an der Küste ist es durch den Wind recht „kühl“. Kühler als ich erwartet habe.
Das Meer ist super. Wir machen jeden Morgen dort ein bisschen Frühsport und baden anschließend.
Was gibt’s sonst noch zu sagen?
Achja: Trinkwasser gibt’s auch in Tüten. Genauso wie Eiscrem. Das beste Vanilleeis, das ich bisher geschlürft habe.


Yannik und ich beim Eiscrem essen

Und die ersten Geckos hab ich auch schon gesehen. Wunderschön :)

Das wars erst mal. Wer Fragen hat: raus damit! :)

Donnerstag, 8. August 2013

Noch 42 Tage

Am 19. September ist es soweit!
Ab da werde ich ein Jahr lang in Ghana leben und arbeiten.
Nach einem einwöchigen Ankunftsseminar in Accra geht es mit zwei anderen Freiwilligen in eine Art WG direkt bei Basco.

BASCO (Baptist School Complex and Orphanage) ist eine 1999 gegründete Nichtregierungsorganisation, die Waisenkinder aufnimmt und unterrichtet. Es werden dort inzwischen 80 Waisen untergebracht und etwa 200 Kinder in der Schule unterrichtet.
Das Heim und die Schule liegen in Trotor - einem kleinen Dorf, etwa 15km von der Stadt Koforidua entfernt, die wiederum 80km nördlich von der Hauptstadt Accra liegt.


Mein Aufgabenbereich liegt hauptsächlich in der Bibliothek. Ich werde die Kinder zum Lesen motivieren und ihnen beim Ausleihen von Büchern helfen. Außerdem werde ich die Kinder betreuen und mithelfen, deren Freizeit zu gestalten.

Aber was erhoffe ich mir von diesem Jahr?
Ich will Erfahrungen machen, die ich sonst nirgends machen kann. Ich will lernen, mit unerwarteten Konfliktsituationen besser umgehen und mit weniger Mitteln auskommen zu können. Auf meine persönliche Entwicklung wird sich dieses Jahr deshalb bestimmt sehr positiv auswirken. Außerdem weiß ich, dass ich viel Spaß an der Arbeit mit den Kindern haben werde. 

Am meisten aber freue ich mich darauf, die Ghanaer und deren für mich noch komplett fremde Kultur kennenzulernen! :)



Das alles ermöglicht mir meine Entsendeorganisation, das DRK in Mecklenburg-Vorpommern, und die Partnerorganisation „ARA“ (Agricultural and Rural Development) im Rahmen eines "Internationalen Freiwilligendienstes".
25% der anfallenden Kosten müssen vom Freiwilligen selbst finanziert werden (d.h. u.a. ein Eigenbeitrag von 150 € monatlich) .
Da dies für Abiturienten und Studenten einen sehr großer Aufwand darstellt, ist die Idee des Spenderkreises entstanden.
Ich bin auch noch nicht berufstätig und würde mich deshalb über regelmäßige oder einmalige Spenden sehr freuen - egal wie groß! :)
Überweisungen gehen direkt auf das Spendenkonto des DRKs:

Empfänger: Soziale Freiwilligendienste MeckPom
Kontonummer: 171 384 9590
Kreditinstitut: Sparkasse Mecklenburg-Schwerin
BLZ: 140 520 00
Verwendungszweck: Eigenbeitrag Franziska Kern

WICHTIG: Den Verwendungszweck nicht vergessen!

UND: Als Spendenbescheinigung reicht bei einem Betrag von bis zu 200 € der Kontoauszug! ;)

Bei einem höheren Betrag an folgende Email-Adresse wenden: S.Schnitzler@drk-mv.de
(Einfach folgendes angeben: Name, Adresse, Datum & Höhe der Spende) Dann wird Ihnen eine Spendenquittung zugeschickt.

Vielen Dank!

Eure Franzi